Herstellung

Aufgrund dessen, dass der Camu Camu-Strauch bis vor kurzem ausschließlich wild gewachsen ist, gestaltete sich die Ernte als überaus mühsam. Da der Strauch vermehrt an, und um Gewässer wächst, ist es eine populäre Methode zur Regenzeit, welche von Dezember bis März andauert, mit Kanus zu den Sträuchern zu fahren, und sie von Hand zu ernten. Mittlerweile, aufgrund der steigenden Nachfrage, besonders in Japan, ist die Kultivierung des Camu Camu seit Mitte der neunziger Jahre auf dem Vormarsch, jedoch reicht sie noch nicht um die Nachfrage restlos zu decken.

Sind die Früchte geerntet, müssen sie zügig weiterverarbeitet werden, da sich sonst das Vitamin C abbaut. Deswegen geschieht es auch so schnell wie möglich nach der Ernte, meistens in Fabriken vor Ort. Der komplette Produktionsablauf findet zumeist unter Ausschluss der UV-Strahlung statt, da diese das Vitamin C zerstört. Da sowohl die grünen, als auch die roten Früchte geerntet werden, wird hier zunächst selektiert. Die optisch ansprechenden roten Früchte gehen oftmals direkt an regionalen Markt, die grünen, welche zudem mehr Vitamin C enthalten, werden zunächst entkernt, und anschließend gewaschen. Daraufhin wird das Fruchtfleisch zu einem Brei verarbeitet, dem mittels Lyophilsierungsverfahren (Gefriertrocknung) schonend die Feuchtigkeit entzogen wird. Dabei bleiben alle wertvollen Inhaltsstoffe der exotischen Früchte weitestgehend erhalten. Anschließend wird das getrocknete Material zu Pulver gemahlen und versandfertig gemacht.